Wir sind nicht allein

Aus StellarWeb
Wechseln zu: Navigation, Suche

Mit einem großen Satz hechtete er hinter den Felsen. Keine Sekunde zu früh. Noch während des Sprungs hatte er das einzigartige Krachen der Deathmace vernommen, das man im Normalfall mit einem jähen Tod gleichsetzen konnte. Im nächsten Moment zerfetzte das Projektil den unteren Teil des gegenüberliegenden Baumes. Die Druckwelle die das vorbei rasende Projektil erzeugt hatte reichte jedoch aus, um ihm klar zu machen, wie knapp es gewesen war. Es lief ihm ohne, dass er etwas dagegen tun konnte der Angstschweiß den Rücken hinunter. Er hatte gelernt seine Angst zu kontrollieren. Auch jetzt verfiel er nicht in Panik, doch er merkte, wie das Adrenalin durch seinen Körper gepumpt wurde und seine Sinne und Reflexe schärfte. Wie hatte er nur in diese verflixte Situation geraten können. Er war ja schon auf einigen Missionen gewesen und hatte es mit genug primitiven Ahumanen oder wilden Bestien zu tun bekommen, deren IQ allerdings selten über den eines Nashornbeta hinaus gegangen waren. Bei diesem Vergleich musste er leicht schmunzeln. Leider konnte er hier aus Erfahrung sprechen. Aber um nichts in der Welt wollte er auf jenen Kollegen im Kampf verzichten. Vor allem nicht in der jetzigen Situation. Der Baumstamm, aus dem die Deathmace ein gutes Stück extrahiert hatte war nach unten gesackt und schwankte bedrohlich. Langsam schien der Stamm sich eine Fallrichtung auszusuchen. Natülrich fiel er in seine Richtung. Was sollte er tun? Wenn er hinter dem Felsen hervor kommen würde, konnte er davon ausgehen, dass sein Gegner dessen zweite Chance nutzen würde. Sitzen zu bleiben und zu hoffen, dass ihn der Baumstamm verfehlen würde war nur eine unbefriedigende Alternative. Doch er war wie gelähmt von den fatalen Folgen einer Entscheidung. Der Baum störte sich daran nicht und gewann immer mehr an Geschwindigkeit. Wie hieß es noch? Wenn man dem Tod ins Auge schaut, sieht man noch einmal sein gesamtes Leben Revue passieren. Da er allerdings erst vor kurzem aus seinem Tank gestiegen war, endete dieses Zeitrafferschauspiel ziemlich schnell und so hatte er noch ein wenig Zeit sich erneut zu fragen, wie er hier hinein geraten war. Für einen neu entdeckten, unerforschten und unbewohnten Planeten wie das Briefing ihn beschrieben hatte, war hier eindeutig zu viel Verkehr. Er hatte gerade mit seinem Team diesen unbewohnten, idyllischen Planten erkunden wollen, nur belästigt von ein paar aufdringlichen extraterrestrischen Schmetterlingen, die die Neuankömmlinge wohl für eine neue Pflanzenart gehalten hatten, die sie kosten und bestäuben mussten. Als plötzlich das gepanzerte Fahrzeug dieser Dreckssäcke auf sie zugerast gekommen war und dessen Schützen ohne Vorwarnung das Feuer auf sie eröffnet hatten. Krawumms!!! Schlug der Baum nur etwa einen halben Meter neben ihm auf dem Boden auf. Die Erschütterung ging ihm durch Mark und Bein und riss ihn aus seinem High-Speed-Abspann. Gott sei dank fingen die Äste dieses Baumes erst weiter oben an, sodass auch sie ihn verschont hatten. Da fiel ihm auf, dass das monotone Röhren des am Fahrzeug montierten automatischen Geschützes, das er nur noch unterbewusst wahrgenommen hatte, erstorben war. Anscheinend hatte das Fahrzeug den Aufschlag nicht so unbeschadet überstanden. Er nutzte die neu entstandene Deckung, um die Entfernung zu seinem Kontrahenten zu vergrößern und sich so Zeit zu verschaffen, eine Strategie für diesen Kampf zu entwerfen. Er musste wegen der Dicke des Stammes nicht einmal gebückt laufen um nicht entdeckt zu werden. Das Glück war anscheinend doch auf seiner Seite. Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Vor ihm ragte der Baumstumpf noch etwa zwei Meter aus dem Boden. Dass die Deathmace ihn in dieser Höhe gefällt hatte, unterstrich jedoch wegen des leicht abschüssigen Gefälles lediglich die Präzision, mit der Schütze auf ihn gefeuert hatte. Wäre er nicht instinktiv zur Seite gesprungen, wäre vermutlich exakt sein Kopf in der Flugbahn des Projektils gewesen. Er lugte vorsichtig um die Ecke. Plötzlich hörte er hinter sich ein Knacken und ein Trampeln. Gerade noch rechtzeitig um zu erkennen, was ihn, jedoch nicht rechtzeitig um zu verhindern, dass ihn ein fanatischer Bisonbeta, auf die Hörner nahm, drehte er sich um. Diese kranke Bestie hatte sich sogar das Logo von United Indutries in sein Schädelfell rasiert. Sie hob ihn hoch und rammte ihn mit einer solchen Wucht gegen den Baumstumpf, dass es ihm sämtliche Luft aus den Lungen trieb und ihm schwarz vor Augen wurde. Er kämpfte gegen die Bewusstlosigkeit an. Er hatte reflexartig die Hörner des Bisonbetas gepackt und spürte nun wie der Druck des Kopfes auf seinen Körper nachließ, nur damit im nächsten Moment eine warme Flüssigkeit in einem großen Schwall sein Gesicht überströmte. War das sein Ende? Bei diesem Blutverlust konnte er nicht lange überleben. Er spürte die Wunde, aus der das Blut strömte zwar nicht, allerdings war sein Körper so mit Adrenalin vollgedröhnt, dass er auch sonst keinerlei Schmerzen empfand. Wenigstens in die Augen schauen wollte er seinem Todesengel, ihn noch einmal sehen, bevor er abkratzte. Mit letzter Kraft öffnete er seine Augen, sah den Torso des Bisons blutsprühend von seinem Körper rollen, um direkt in die verrückt grinsende Fratze eines Hattori Hanzo schwingenden Justifiers mit einem Stellar-Exploration-Emblem auf der Brust zu starren. Die Hörner immer noch fest umschlossen, schaltete sich sein Gehirn ab und er fiel endgültig in Ohnmacht.

To be continued... By you!!!

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Partnerseiten
Navigation
Werkzeuge